Ferialjobs: Welche Zuverdienstgrenzen sind zu beachten?

Ferialjobs: Welche Zuverdienstgrenzen sind zu beachten?

Wenn Kinder in Ferialjobs arbeiten sind einige Verdienstgrenzen zu beachten:

Ein Einkommen des Kinders kann sowohl steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Konsequenzen haben als auch Auswirkungen auf den Anspruch auf Familienbeihilfe haben.

Ein Ferialjob kann in Form eines Dienstverhältnisses, in Form eines Werkvertrags oder als freier Dienstvertrag erbracht werden. Ferialpraktikanten werden also wie normale Arbeitnehmer behandelt.  Für ein Dienstverhältnis besteht Sozialversicherungspflicht wenn der monatliche Bruttobezug über € 376,26 liegt; d.h. es werden Dienstnehmerbeiträge abgezogen. Zusätzlich fallen auch Dienstgeberbeiträge und die sonstigen Lohnnebenkosten an.

Bei einem Dienstverhältnis wird entsprechend der Höhe des Bezugs Lohnsteuer einbehalten. Wenn die gesamten Einkünfte des Kalenderjahres den Betrag von € 11.000 bzw. € 12.000 bei lohnsteuerpflichtigen Einkünften  nicht übersteigen, ergibt sich eine Lohnsteuergutschrift. Diese Gutschrift kann mittels Arbeitnehmerveranlagungsantrag nach Ablauf des Kalenderjahres  beantragt werden. Der Antrag auf Arbeitnehmerveranlagung kann bis zu 5 Jahre zurück gestellt werden. D.h. im Jahr 2012 können noch Anträge auf Arbeitnehmerveranlagung für die Jahre 2007, 2008, 2009, 2010 und 2011 gestellt werden.

Für den Bezug der Familienbeihilfe ist zu beachten, dass bei Überschreiten der Zuverdienstgrenze von € 10.000 die gesamte zu unrecht bezogene Familienbeihilfe sowie auch der Kinderabsetzbetrag zurück zu zahlen sind. Wird der Grenzbetrag von € 10.000 überschritten, besteht für das gesamte Kalenderjahr kein Anspruch auf die Familienbeihilfe. Das zu versteuernde Einkommen des Kindes ist entsprechend den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes zu ermitteln, d.h. es sind auch andere steuerpflichtige Einkünfte zum Einkommen aus dem Ferialjob hinzuzurechnen.

Hat ein Kind das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet, so hat die Zuverdienstgrenze keine Auswirkung auf den Anspruch auf Familienbeihilfe. Das eigene Einkommen eines Kindes ist ab jenem Kalenderjahr maßgebend, das nach dem Kalenderjahr liegt, in dem das Kind das 18. Lebensjahr beendet hat.