Handwerkerbonus ab 1. Juli 2014

Ab 1. Juli kann ein Teil der Kosten für Handwerker von Privaten zurückgefordert werden.

Voraussetzungen für den Handwerkerbonus

Der Handwerkerbonus ist ein

  • Zuschuss im Ausmaß von 20 % der Nettokosten,
  • für reine Arbeitsleistungen (inkl. Fahrtkosten) iZm der Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung
  • von in Österreich gelegenem eigenen Wohnraum (Haupt- oder Nebenwohnsitz in Eigentum (Wohnungs- und Miteigentum) oder Miete oder Baurecht),
  • die nach dem 30. Juni 2014 und vor dem 31. Dezember 2015 beginnen,
  • durch einen Handwerksbetrieb, der zur Ausübung des entsprechenden reglementierten Gewerbes gemäß Gewerbeordnung befugt ist,
  • wenn die förderbaren Kosten je Rechnung mindestens € 200 betragen.

 

  • Die geförderten Nettokosten sind mit € 3.000 pro Jahr (pro Wohneinheit und pro Förderungswerber) begrenzt!
  • Somit beträgt der Zuschuss maximal € 600 pro Jahr!
  • Nicht begünstigt sind daher Materialkosten, Kosten für Waren, Entsorgungskosten oder Neuanschaffungen von Wohnraum!

 

Der Förderwerber muss eine

  • natürliche Person (privater Haushalt) sein, die
  • eine Umsatzsteuerrechnung iSd § 11 UStG mit gesondertem Ausweis der Kosten für die reine Arbeitsleistung und der Fahrtkosten erhält und
  • den Nachweis der Zahlung bzw. Überweisung des Rechnungsbetrags an den befugten Handwerker erbringen kann (daher keine Barzahlung möglich) und
  • keine Förderungen für die Arbeitsleistungen (Darlehensförderungen, steuerfreie Zuschüsse,…) in Anspruch nimmt

 

Der Antrag muss

  • Mittels eigenem Antragsformular (www.handwerkerbonus.gv.at)
  • welches ab 1.7.2014 verfügbar ist,
  • über die Bausparkassen als Annahmestellen bzw
  • der Kommunalkredit Public Consulting GmbH als eigene Abwicklungsstelle gestellt werden.

 

Pro Jahr und Person kann nur ein Förderantrag gestellt werden. Zudem besteht ein betraglich begrenztes Gesamtfördervolumen pro Jahr, nach dessen Ausschöpfung keine Förderungen mehr ausbezahlt werden können (2014 höchstens € 10 Mio, 2015 höchstens € 20 Mio)  – Prinzip „first-come-first-serve“.

 

Ob sich aber der mit der Antragstellung verbundene administrative Aufwand lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden.