Nachträgliche Änderung der Leistungsart des Kinderbetreuungsgeldes?

Eine Mutter beantragte nach der Geburt ihres Kindes Kinderbetreuungsgeld bei ihrem zuständigen Krankenversicherungsträger, wobei sie allerdings auf dem Antragsformular irrtümlich eine andere als die eigentlich gewollte Leistungsart ankreuzte. Gibt es nun eine Möglichkeit, diesen Irrtum zu korrigieren, um zur tatsächlich gewünschten Leistungsart des Kinderbetreuungsgeldes zu wechseln?

Gemäß § 26a Kinderbetreuungsgeldgesetz (KBGG) ist die Wahl der Leistungsart des Kinderbetreuungsgeldes bei der erstmaligen Antragstellung zu treffen, wobei diese Auswahl grundsätzlich bindend ist, es sei denn, der antragstellende Elternteil gibt dem zuständigen Krankenversicherungsträger die einmal mögliche Änderung binnen 14 Kalendertagen ab der erstmaligen Antragstellung bekannt. Verstreicht diese 14tägige „Wechselfrist“, ist man als antragstellender Elternteil an die im erstmaligen Antrag getroffene Wahl der Leistungsart des Kinderbetreuungsgeldes gebunden. Diese strenge Bindung an die 14-Tages-Frist gemäß § 26a KBGG wurde auch kürzlich vom Obersten Gerichtshof (OGH 30. 7. 2015, 10 ObS 76/15x) neuerlich bestätigt.