Verwaltungsstrafe wegen Veröffentlichung von Gesundheitsdaten auf Facebook

Ein Arzt veröffentlichte auf  seiner privaten Facebook-Seite so genannte sensible Daten seiner Patienten. Aufgrund dieser Verfehlungen wurde er von der Datenschutzbehörde zu einer Geldstrafe verurteilt.

 

Patientendaten auf Social-Media-Plattformen

Auf der Facebook-Seite des betroffenen Arztes waren Ausschnitte aus Patientenbriefen, Befunddaten, medizinische Diagnosen, Aufnahme- und Entlassungsdaten von Krankenhäusern, Sozialversicherungsnummern von Patienten, die Namen der behandelnden Ärzte etc. öffentlich einsehbar. Die Datenschutzbehörde untersagte dem Arzt bereits in einem vorausgehenden Verfahren mittels Mandatsbescheid (DSB 30.3.2020, 2020-0.0.203.677, Verfahrenszahl: DSB-D231.1042)  wegen Gefahr im Verzug die Offenlegung von Patienten- und Gesundheitsdaten.

 

Strafverfügung wegen Offenlegung personenbezogener Daten

Aufgrund dieser Verwaltungsübertretungen verurteilte die Datenschutzbehörde (Verfahrenszahl DSB-D550.279) den Arzt, weil er personenbezogene Daten sowie auch Gesundheitsdaten zu Unrecht verarbeitet hatte, rechtskräftig zu einer Geldstrafe, im Falle der Uneinbringlichkeit zu einer Ersatzfreiheitsstrafe.

 

 

Mag. Barbara Hauer, LL.M., MBA